Bildung braucht Gesundheit – Gesundheit braucht Bildung. Genau hier setzt das Projekt „g’scheid g’sund“ an: Mit einem umfassenden Angebot unterstützt die Initiative Kinder, Jugendliche, Pädagoginnen und Pädagogen, Betreuungspersonen und Eltern dabei, gesunde Lern- und Arbeitswelten zu gestalten.
Der Alltag in Schulen und Bildungseinrichtungen bringt neben zahlreichen Chancen auch körperliche, psychische und soziale Herausforderungen mit sich. „g’scheid g’sund“ begegnet diesen Herausforderungen mit kostenlosen Prozessbegleitungen, Workshops und Informationsmaterialien sowie praxisnahen Maßnahmen, die direkt in den Bildungseinrichtungen umgesetzt werden können. Ziel ist es, persönliche Ressourcen zu stärken, gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen zu schaffen und langfristige Strukturen für mehr Gesundheit zu etablieren.
Das Projekt bündelt die Expertise mehrerer Partnerorganisationen: Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK), die Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS), die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB), das Land Kärnten sowie der Checkpoint sexuelle Gesundheit/Aidshilfe Kärnten arbeiten gemeinsam daran, Gesundheitsförderung nachhaltig in Kärntner Bildungseinrichtungen zu verankern. Die Angebote reichen von schulischer Gesundheitsförderung über Ernährungskompetenz und Gesundheitsbildung bis hin zu sexueller Bildung und gesundheitsfördernden Maßnahmen für Lehr- und Betreuungspersonal. Besonderer Wert wird auf eine langfristige Begleitung gelegt, damit Gesundheit nicht als Einzelmaßnahme, sondern als fixer Bestandteil des Bildungsalltags verankert wird. Mit „g’scheid g’sund“ entsteht eine starke Plattform für alle, die Bildung und Gesundheit gemeinsam denken. Die Initiative zeigt, dass nachhaltige Gesundheitsförderung dort beginnt, wo Kinder, Jugendliche und Erwachsene täglich lernen, arbeiten und miteinander wachsen.
Im Rahmen einer Kick-off-Veranstaltung am 15. Juni 2026 im MAKERSPACE Carinthia in Klagenfurt wurde das gemeinsame Angebot erstmals öffentlich präsentiert. Für einen inspirierenden Auftakt sorgte Keynote-Speaker Thomas Lackner mit seinem Vortrag „Stimme verbindet“. Der Stimmtrainer und Kommunikationsexperte zeigte auf, wie Stimme, Auftreten und persönliche Präsenz das Miteinander prägen und wesentlich zu einer wertschätzenden Kommunikationskultur beitragen. Gerade im Bildungsbereich spielen diese Faktoren eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden, die Motivation und die Beziehungsgestaltung.
Die Initiative richtet sich an Kinder und Jugendliche in Kärntner Schulen und elementarpädagogische Einrichtungen sowie an Pädagoginnen und Pädagogen, die diese tagtäglich begleiten und fördern. Es nahmen Pädagoginnen und Pädagogen aus rund 30 verschiedenen Bildungseinrichtungen daran teil. Darüber hinaus waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Gesundheitswesen und Sozialversicherung anwesend und unterstrichen damit die Bedeutung der Initiative für Kärnten.
Statements der Ehrengäste:
Bildungsdirektion
Qualitätsmanagerin Dr.in Silvia Quendler, MA MSc in Vertretung von Bildungsdirektorin HRin Mag.a Isabella Penz:
„Schule ist weit mehr als nur ein Ort der Wissensvermittlung. Sie ist ein Ort, an dem soziale, emotionale und gesundheitliche Kompetenzen gestärkt werden. Schule kann durch spezifische Bewegungsangebote, Gesundheitsförderung und die Förderung eines bewussten Lebensstils zur körperlichen Gesundheit beitragen sowie durch Resilienzförderung und einen offenen Umgang mit Herausforderungen die psychische Gesundheit unterstützen.“
BVAEB
Direktor (Landesstelle für Kärnten) Kurt Pecher:
„Die langfristige Stärkung der Gesundheit von Mitarbeitenden in elementarpädagogischen Einrichtungen und Schulen ist der BVAEB ein zentrales Anliegen. Durch die Bündelung unserer Aktivitäten in „g’scheid g’sund“ und die gemeinsame Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung leisten wir einen wesentlichen Beitrag zu mehr Gesundheit in Kärntens Bildungseinrichtungen.“
SVS
Direktor (Landesstelle für Kärnten) Mag. Walter Lunner:
„In der Vergangenheit haben wir alle nach Kräften Gesundheitsförderungsprojekte für eine der wichtigsten Zielgruppen, die Kinder, Schüler und Jugendlichen geleistet. Je nach Zuständigkeit gab es bereits viele Initiativen und Projekte. Die SVS hat in den letzten Jahren abgekoppelt Gesundheitsförderung in die (Höhere) (Land)wirtschaftliche Fach- und Berufsschulen getragen und den angehenden Lebensmittelproduzenten und Forstwirten entsprechende Gesundheits- und Sicherheitskultur vermittelt. Ich begrüße die Bündelung von fachlicher Expertise und finanziellen Ressourcen und die Vernetzung im Interesse von g‘scheid g‘sund explizit, hier ein besonderes Danke dem Gesundheitsfonds, dem Land Kärnten, der ÖGK, der BVAEB und Checkpoint. Wir werden mehr Power für die Gesundheitsförderung in den Schulen haben, und das ist extrem positiv.“
Land Kärnten
Leiterin der Unterabteilung Gesundheitsförderung Sarah Pucker, BA MA in Vertretung von Landesrätin Dr.in Beate Prettner:
„Mehr als ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in Österreich ist übergewichtig. Wenn es um gesunde Ernährung geht, sehen wir eine enge Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Eltern als essentiell. Die Unterabteilung Gesundheitsförderung arbeitet gemeinsam mit der FH Kärnten und den Projektpartnerinnen und -partnern des vom Kärntner Gesundheitsfonds finanzierten "g´scheid g´sund"-Netzwerkes an neuen Formaten, um Eltern aktiv in die schulische Gesundheitsförderung einzubinden. Die Maßnahmen zu "Ernährung mit Elternpartizipation" und "Stärkung der navigationalen Gesundheitskompetenz" durch ein Gesundheitsberufe-Spiel und Workshops, in denen Volksschulkinder, aber auch Lehrpersonal die gesundheitsförderlichen Tätigkeitsfelder von zwölf verschiedenen Gesundheitsberufen entdecken können, sollen dauerhaft in der Initiative „Gesunde Schule“ des Landes Kärnten und den Angeboten der ÖGK verankert werden.“
ÖGK
Stellvertretende Themenfeldleiterin Fachbereich Gesundheitsförderung, Prävention und Public Health Mag.a (FH) Bianca Staudenmeir in Vertretung für Landesstellenausschussvorsitzende Sylvia Gstättner:
„In Kärnten ist eine Kooperation zwischen den Sozialversicherungsträgern und dem Land im Bereich der Gesundheitsförderung im Bildungssektor gelungen. Diese Kooperation bringt Vorteile nicht nur für die einzelnen Kooperationspartner, wie z.B. die Vermeidung von Doppelgleisigkeiten, sondern vor allem für die einzelnen Bildungseinrichtungen, die nun auf eine ganzheitliche, ineinandergreifende Betreuung und Begleitung zurückgreifen können. Es werden alle Akteurinnen und Akteure, von den Kindern und Jugendlichen angefangen, bis hin zu den Lehrenden, Betreuenden und Eltern aktiv eingebunden. Mit der Zuversicht, dass diese Kooperation langfristig bestehen bleibt, bedanke ich mich im Namen der ÖGK bei allen Beteiligten.“
Checkpoint sexuelle Gesundheit Aidshilfe Kärnten
Geschäftsleiter Dr. Günther Nagele:
„Der Checkpoint sexuelle Gesundheit setzt sich im Rahmen des Projekts „g’scheid g’sund“ dafür ein, dass auch Sexualität ein Teil der Gesundheit ist.“
Pädagogische Hochschule Kärnten
Mag. Dr. Prof. Martin Arnold:
„Das Projekt „g’scheid g’sund“ beweist eindrucksvoll, wie gelebte Kooperation im Gesundheitsbereich funktioniert. Die körperlichen, psychischen und sozialen Anforderungen an Lehr- und Betreuungspersonen sowie an Kinder und Jugendliche sind in den letzten Jahren gestiegen. Es werden nachhaltige, gesunde Strukturen aufgebaut, um die Gesundheitskompetenz direkt im Bildungsalltag zu steigern. Denn: Bewegung ist nicht alles, aber ohne Bewegung ist alles nichts!“
Weitere Informationen zum Thema unter www.gscheidgsund.at.